1. und 2. Preis im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert 2026"

Zwei Ensembles, zwei Bundespreise: Nachwuchsmusiker triumphieren

Großer Erfolg für die Musikschule Grassau beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2026 in München: Mit herausragenden Wertungen kehrten die beiden Vorzeige-Ensembles „Blechdachse“ und „Easy Brass“ nach Hause zurück und bewiesen damit erneut das hohe Niveau der instrumentalen Ausbildung im Chiemgau.

„Und ich war einfach glücklich“, fasst die 13-jährige Antonia Fußeder den Moment zusammen, als sie in der Münchner Musikhochschule die Urkunde entgegennahm. Mit der perfekten Höchstpunktzahl von 25 Punkten erspielte sie sich gemeinsam mit Kilian Kroiß (15), Hansei Schmuck (12) und Anian Fakler (14) als Quartett „Blechdachse“ einen Ersten Bundespreis. Mehr geht nicht.

Kaum weniger beeindruckend war das Abschneiden von „Easy Brass“. Das zweite Grassauer Ensemble, besetzt mit Naomi Prasser, Maximilian Schneider, Maximilian Ludwig und Lukas Kreitmair (Horn, Trompete, Trompete, Posaune), sicherte sich mit 23 Punkten einen hervorragenden Zweiten Bundespreis.

Harte Arbeit trotzt allen gesundheitlichen Rückschlägen

Hinter diesen Erfolgen steckt ein extremes Pensum: Ein Dreivierteljahr intensiver Proben, rund fünfzig aufgezeichnete und analysierte Durchläufe in der internen WhatsApp-Gruppe und Jugendliche, die teils bis spät abends an den Instrumenten saßen. Koordiniert und trainiert wurden die „Blechdachse“ von ihrem Musikschullehrer Johann Schmuck. „Das macht unglaublich stabil gegen jede Art von Ablenkung“, erklärt er stolz.

Dabei stand die Vorbereitung in der entscheidenden Phase unter keinem guten Stern. Krankheiten und Verletzungen warfen beide Gruppen in der Woche vor dem Wettbewerb massiv zurück: Vom entzündeten Zehnagel über einen angebrochenen Zeh und Fieber bis hin zum gerissenen Außenband war alles dabei. Erst am Tag vor dem Wertungsspiel in München konnten die Ensembles überhaupt wieder in voller Besetzung gemeinsam proben. Umso höher ist die mentale und musikalische Leistung der jungen Musiker einzustufen.

Lob von höchster Stelle und nächste Konzerte

Die Grassauer Musiker beeindruckten in München nicht nur die Jury. Unter den Zuhörern saß auch ein Professor der Musikhochschule, der einst selbst in genau dem Raum gespielt hatte, in dem die „Blechdachse“ antraten. Sein Urteil fiel eindeutig aus: „Da mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft, wenn Jugendliche in diesem Alter schon so krass gut spielen.“ Schulleiter Wolfgang Diem, der das Ensemble „Easy Brass“ führt, und Johann Schmuck zeigten sich gleichermaßen tief beeindruckt vom Durchhaltevermögen und der Nervenstärke ihrer Schützlinge.

Wer die beiden erfolgreichen Bundespreis-Ensembles live erleben möchte, hat dazu bald die Gelegenheit. Nach vier weiteren Konzertengagements stehen die Nachwuchsmusiker am Samstag, 27. Juni 2026, ab 11:00 Uhr beim Chiemgau Alm Festival auf der Naturbühne am Rachlhang und an der Rachlalm in Grassau auf der Bühne.

Die gesamte Musikschule Grassau gratuliert den acht Musikerinnen und Musikern sowie ihren Lehrern ganz herzlich zu diesem historischen Doppelerfolg!